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MX-Record-Check: Mailserver einer Domain prüfen

Domain eingeben – der MX-Check zeigt alle Mailserver mit Priorität und IP-Adresse und erkennt den E-Mail-Anbieter, etwa Google Workspace oder Microsoft 365.

Auch eine E-Mail-Adresse funktioniert – das Tool nimmt automatisch die Domain dahinter. Die Abfrage läuft per DNS-over-HTTPS direkt aus Ihrem Browser.

Was ist ein MX-Record und was prüft das Tool?

Der MX-Record (Mail Exchanger) legt im DNS fest, welche Server E-Mails für eine Domain entgegennehmen. Jeder Eintrag besteht aus zwei Teilen: einer Priorität und dem Hostnamen eines Mailservers. Will ein Server eine Nachricht an info@beispiel.de zustellen, fragt er die MX-Records von beispiel.de ab und versucht es zuerst beim Eintrag mit der niedrigsten Zahl. Ist dieser nicht erreichbar, folgt der nächste. Haben mehrere Einträge dieselbe Priorität, verteilt der Absender die Zustellung zwischen ihnen.

Der MX-Check liest die MX-Records Ihrer Domain per DNS-over-HTTPS direkt in Ihrem Browser aus, zunächst über Cloudflare, ersatzweise über Google. Das Tool sortiert die Einträge nach Priorität, löst für jeden Mailserver die IPv4-Adressen aus dem A-Record auf und erkennt anhand der Hostnamen, welcher Anbieter die Mails annimmt. Zu jeder Adresse gibt es einen Link „Blacklist prüfen“, der die IP direkt an den Blacklist-Check übergibt.

beispiel.de.  MX  10  mx1.beispiel.de.
beispiel.de.  MX  20  mx2.beispiel.de.
mx1.beispiel.de.  A  192.0.2.25
mx2.beispiel.de.  A  198.51.100.25

In diesem Beispiel nimmt mx1 die Mails an, solange er erreichbar ist. mx2 springt nur ein, wenn der erste Server ausfällt.

So lesen Sie das Ergebnis

Die Tabelle zeigt pro Zeile die Priorität, den Hostnamen des Mailservers, die aufgelösten IP-Adressen und den erkannten Anbieter. Darunter stehen die Hinweise mit Ampel: Grün für eine funktionsfähige Konfiguration, Gelb für Warnungen, Rot für Fehler, an denen die Zustellung scheitern kann, und Info für Besonderheiten ohne Handlungsbedarf.

  • Keine MX-Records (Warnung): Sendende Server weichen laut RFC 5321 auf den A-Record der Domain aus, also meist auf den Webserver, der in der Regel keine Mails annimmt. Viele Empfangssysteme werten eine Absenderdomain ohne MX zudem negativ.
  • Null-MX 0 . (Info): Die Domain erklärt nach RFC 7505 ausdrücklich, dass sie keine Mails empfängt. Das ist für reine Webdomains korrekt, für Versanddomains aber ungeeignet.
  • MX zeigt auf eine IP-Adresse (Fehler): Ein MX-Record muss einen Hostnamen enthalten. Eine IP an dieser Stelle ist ungültig.
  • MX-Host ohne A-Record (Fehler): Der eingetragene Mailserver lässt sich nicht auflösen. Das Tool prüft dabei IPv4-Adressen.
  • Nur ein MX (Info): Bei Cloud-Anbietern ist das üblich, weil hinter einem Hostnamen mehrere Server stehen. Bei eigenem Mailserver gibt es ohne zweiten Eintrag keine Ausweichroute.

Mailanbieter am MX-Record erkennen

Die Anbieter-Erkennung vergleicht die Hostnamen mit bekannten Mustern. So sehen Sie auf einen Blick, wo die Postfächer einer Domain liegen oder ob ein Sicherheits-Gateway vorgeschaltet ist.

AnbieterTypischer Bestandteil im MX-HostnamenArt
Google Workspacegoogle.com, googlemail.comPostfach-Anbieter
Microsoft 365mail.protection.outlook.comPostfach-Anbieter
IONOSionos.deHoster
Stratorzone.deHoster
Hetzneryour-server.deHoster
GMX / WEB.DEgmx.net, web.dePostfach-Anbieter
Zoho Mailzoho.eu, zoho.comPostfach-Anbieter
Proton Mailprotonmail.chPostfach-Anbieter
Mimecastmimecast.comSicherheits-Gateway
Proofpointpphosted.comSicherheits-Gateway
Hornetsecurityhornetsecurity.comSicherheits-Gateway

Bei Sicherheits-Gateways zeigt der MX nur den vorgeschalteten Filter. Welcher Dienst die Postfächer dahinter betreibt, lässt sich aus dem MX-Record allein nicht ablesen.

Typische MX-Fehler und ihre Lösung

MX zeigt auf eine IP-Adresse

Der Wert eines MX-Records ist immer ein Hostname. Legen Sie für den Mailserver einen A-Record an und verweisen Sie im MX auf diesen Namen.

; fehlerhaft
beispiel.de.  MX  10  203.0.113.10

; korrekt
beispiel.de.  MX  10  mail.beispiel.de.
mail.beispiel.de.  A  203.0.113.10

MX zeigt auf einen CNAME

RFC 2181 untersagt, dass ein MX auf einen Alias verweist. Manche Server stellen trotzdem zu, andere nicht. Tragen Sie den Hostnamen ein, der direkt einen A-Record besitzt.

Fehlender Punkt in der Zonendatei

In Zonendateien ohne abschließenden Punkt hängt der DNS-Server die Domain an. Aus mail.beispiel.de wird dann mail.beispiel.de.beispiel.de, ein Name ohne A-Record. Webportale der Hoster setzen den Punkt meist selbst, bei manueller Pflege ist er Pflicht.

Alte Einträge nach einem Anbieterwechsel

Bleibt beim Umzug zu Microsoft 365 oder Google Workspace ein MX des bisherigen Hosters stehen, landen Mails je nach Priorität beim alten Anbieter. Entfernen Sie alle Einträge, die nicht mehr zum aktuellen Postfach gehören. Auch nach einer Domainregistrierung lohnt sich ein Blick: Manche Registrare setzen standardmäßig eigene MX-Records, obwohl dort kein Postfach existiert.

Änderungen greifen nicht sofort

Resolver speichern DNS-Antworten für die Dauer der TTL zwischen. Nach einer Umstellung kann es deshalb dauern, bis alle sendenden Server die neuen Einträge nutzen. Senken Sie die TTL der MX-Records einige Zeit vor einem geplanten Umzug und lassen Sie das alte Postfach erreichbar, bis keine Mails mehr dort eingehen.

MX-Records für eine Outreach-Domain einrichten

Wer für die Akquise eine separate Domain registriert, richtet dort oft nur eine Weiterleitung der Website auf die Hauptdomain ein und vergisst die Postfächer. Das Ergebnis ist eine Domain, die Mails versendet, aber keine empfangen kann. Legen Sie für jede Versanddomain echte Postfächer beim Mailanbieter an und übernehmen Sie dessen MX-Vorgabe. Bei Google Workspace ist das für neue Einrichtungen ein einzelner Eintrag, bei Microsoft 365 ein domainspezifischer Hostname. Den exakten Wert zeigt die Admin-Konsole des jeweiligen Anbieters.

; Google Workspace
outreach-beispiel.de.  MX  1  smtp.google.com.

; Microsoft 365 (Hostname aus der Admin-Konsole)
outreach-beispiel.de.  MX  0  outreach-beispiel-de.mail.protection.outlook.com.

Prüfen Sie die Domain danach mit dem MX-Check und schicken Sie eine Testmail von einer externen Adresse an das neue Postfach.

MX-Records und Cold E-Mail

Für den Versand selbst spielt der MX-Record keine Rolle, denn ausgehende Mails laufen über den Postausgangsserver. Für Outreach-Domains ist er trotzdem Pflicht. Antworten von Interessenten werden an die MX-Server Ihrer Domain zugestellt. Fehlt der Eintrag oder zeigt er ins Leere, gehen genau die Antworten verloren, um die es in der Akquise geht. Outreach-Tools wie Instantly oder Smartlead lesen Antworten über das verbundene Postfach aus, ein Vergleich steht unter Instantly vs. Smartlead.

Auch Unzustellbarkeitsmeldungen erreichen Sie nur mit funktionierendem MX. Ohne diese Rückläufer erkennen Sie keinen Hard Bounce und können ungültige Adressen nicht aus Ihren Listen entfernen. Hinzu kommt die Prüfung auf Empfängerseite: Viele Mailserver lehnen Nachrichten ab, deren Absenderdomain weder MX noch A-Record besitzt, bei Postfix etwa über die Option reject_unknown_sender_domain. RFC 7505 erlaubt Empfängern zudem, Mails von Domains mit Null-MX abzuweisen. Auch das E-Mail-Warmup setzt ein empfangsfähiges Postfach voraus, weil dabei Mails gesendet, empfangen und beantwortet werden. Wie diese Faktoren zusammenwirken, erklärt der Beitrag zur Deliverability.

Nächste Schritte

  1. Prüfen Sie die IP-Adressen Ihrer Mailserver mit dem Blacklist-Check auf Einträge in gängigen Sperrlisten.
  2. Kontrollieren Sie mit dem SPF-Check, ob alle Versanddienste Ihrer Domain freigegeben sind.
  3. Testen Sie mit dem DKIM-Check, ob Ihre Mails korrekt signiert werden.
  4. Schließen Sie die Authentifizierung mit dem DMARC-Check ab.

Häufige Fragen

Was ist ein MX-Record?

Ein MX-Record (Mail Exchanger) ist ein DNS-Eintrag, der festlegt, welche Server E-Mails für eine Domain annehmen. Er besteht aus einer Priorität und dem Hostnamen eines Mailservers. Sendende Server fragen diesen Eintrag ab, bevor sie eine Nachricht zustellen. Ohne gültigen MX-Record erreichen Mails an Ihre Domain im Zweifel kein Postfach, und Antworten auf Ihre Mails gehen verloren.

Was bedeutet die Priorität beim MX-Record?

Die Priorität bestimmt die Reihenfolge, in der sendende Server die Mailserver einer Domain ansprechen. Die kleinere Zahl hat Vorrang: Ein Eintrag mit 10 wird vor einem Eintrag mit 20 versucht. Der zweite Server dient als Ausweichroute, falls der erste nicht erreichbar ist. Haben mehrere Einträge dieselbe Priorität, verteilen sendende Server die Zustellung zwischen ihnen.

Wie prüfe ich den MX-Record meiner Domain?

Geben Sie Ihre Domain in den MX-Check auf dieser Seite ein. Das Tool liest die MX-Records per DNS-over-HTTPS aus, sortiert sie nach Priorität, löst die IP-Adressen der Mailserver auf und erkennt den Anbieter. Hinweise zeigen fehlende Einträge, ungültige Ziele oder Mailserver ohne A-Record. Alternativ funktioniert auf der Kommandozeile der Befehl nslookup -type=mx gefolgt von der Domain.

Was passiert, wenn eine Domain keinen MX-Record hat?

Sendende Server versuchen dann, die Mail an die Adresse aus dem A-Record der Domain zuzustellen, meist ein Webserver ohne Mailempfang. Die Nachricht kommt in der Regel nicht an und der Absender erhält eine Fehlermeldung. Zudem lehnen viele Mailserver Nachrichten von Absenderdomains ab, die weder MX noch A-Record besitzen. Für Versand- und Outreach-Domains sind gültige MX-Records daher Pflicht.

Darf ein MX-Record auf eine IP-Adresse oder einen CNAME zeigen?

Nein. Ein MX-Record muss auf einen Hostnamen verweisen, eine IP-Adresse an dieser Stelle ist ungültig. Laut RFC 2181 darf dieser Hostname außerdem kein CNAME sein, sondern muss direkt einen A- oder AAAA-Record besitzen. Legen Sie also zum Beispiel mail.beispiel.de mit der IP des Servers an und tragen Sie diesen Namen im MX-Record ein.

Porträt Felix Wilhelm

Tool und Text von

Felix Wilhelm

Gründer von vertriebsmitarbeiter.ai

Felix Wilhelm ist Gründer von vertriebsmitarbeiter.ai und arbeitet seit über zehn Jahren an SEO- und Vertriebsprojekten für B2B-Unternehmen. Die Ratgeber auf dieser Seite fassen zusammen, was in dieser Praxis funktioniert – und was nicht.

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